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Bürglen bekommt das Energiestadtlabel und feiert

29. August 2019
«Tell me Watt» lautet der Claim der neuen Energiestadt Bürglen. Das ist eine Herausforderung, aber auch ein Grund zum Feiern. Die Bevölkerung ist am Samstag, 7. September 2019, dazu eingeladen.

«Tell me your Story» werden die Bürglerinnen und Bürgler auf der Homepage der Gemeinde Bürglen aufgefordert. Nun gibt es eine neue Geschichte: Bürglen ist Energiestadt! 2011 war erstmals in Betracht gezogen worden, aus dem Tellendorf eine Energiestadt zu machen. Der Zertifizierungsprozess begann mit einer detaillierten Bestandsaufnahme und einer Beurteilung des Entwicklungspotenzials. Die Energie- und Umweltkommission erarbeitete zusammen mit dem Energiestadtberater ein für die Gemeinde Bürglen massgeschneidertes Programm für die nächsten Jahre. Als Grundlage diente ein standardisierter Katalog mit nahezu 100 Massnahmen aus sechs Bereichen: Ver- und Entsorgung, Mobilität, interne Organisation, Kommunikation, Organisation sowie Infrastrukturanlagen.

Leitbild

Es wurde ein Leitbild erarbeitet, das umweltrelevante Massnahmen definiert sowie energetische Standards für Neubauten und Sanierungen von kommunalen Anlagen festlegt. Am 30. November 2018 bestand die Gemeinde Bürglen das Audit und darf sich seither Energiestadt nennen. Am kommenden Samstag, 7. September, wird Walter Kubik, Vertreter des Trägervereins Energiestadt Schweiz, der Gemeinde Bürglen das Label offiziell überreichen. Es macht sichtbar, dass die Gemeinde vorbildhaft und zukunftsorientiert handelt. «Durch diese Rolle wird das Umweltbewusstsein nicht nur der Mitarbeitenden der Verwaltung und der Schule, sondern aller Bürglerinnen und Bürgler gefördert», erklärt Miriam Christen-Zarri, zuständige Gemeinderätin und Vorsitzende der Energie- und Umweltkommission. «Energiesparen und ein umweltverträgliches Verhalten steigern die Lebensqualität aller.»

Beispiele

Gemäss Angaben der Energie- und Umweltkommission lag der Energieverbrauch der Strassenbeleuchtung an der Feldgasse 2011, also vor dem Umbau der Beleuchtung auf LED, bei 5596 Kilowattstunden, 2018 bei 1949. 2011 hätten die Bürgler Schulhäuser, die Sporthalle und die Gemeindekanzlei rund 80'000 Liter Heizöl benötigt, 2019 noch rund 42'000. «So konnte beispielsweise mit der Renovation des Oberstufenschulhauses ein wichtiger Beitrag zur Verbesserung der Energienutzung gefördert werden», betont Miriam Christen-Zarri. Als ein weiteres Beispiel nennt sie das attraktivere ÖV-Angebot mit dem Halbstundentakt. Es habe eine deutlich bessere Frequenz zur Folge: 2011 seien gut 126'000 Fahrgäste transportiert worden, 2018 über 250'000.

Die Bezeichnung Energiestadt ist ein Leistungsausweis für Gemeinden, die eine nachhaltige kommunale Energiepolitik vorleben und umsetzen. Energiestädte fördern umweltverträgliche Mobilität sowie erneuerbare Energie und setzen auf eine effiziente Nutzung der Ressourcen. Sie sind Vorreiterinnen für innovative Energiepolitik. Die Gemeinden mit dem Label Energiestadt leisten einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Wohn- und Lebensqualität. Das Label ist auch ein Instrument des Standortmarketings und ist Teil des Bundesprogramms EnergieSchweiz.

Eine anhaltende Herausforderung

Damit Bürglen auch in Zukunft das Label Energiestadt tragen darf, gilt es, den stetigen Prozess der verbesserten Energienutzung umzusetzen. Die Herausforderung besteht darin, sich stets für eine gesunde, lebenswerte und nachhaltige Umwelt einzusetzen sowie sich laufend an neue Gegebenheiten anzupassen. Mithilfe einer Erfolgskontrolle basierend auf verschiedenen nachvollziehbaren Unterlagen wird der Fortschritt aufgezeigt. Die Gemeinde Bürglen stellt sich der Herausforderung und ist gewillt, diesen Weg weiterzugehen. «Sich mit dem Label Energiestadt zu schmücken ist toll, und alle Beteiligten dürfen stolz auf ihre Arbeit sein. Wichtiger ist jedoch, dass mit diesem Prozess eine Entwicklung zu bewusstem, effizientem und schonendem Umgang mit Energie und der Umwelt angestossen wird», erklärt Gemeinderätin Miriam Christen-Zarri.

Fest für die Bevölkerung

Das Energiestadt-Fest Bürglen findet in der Aula und im Foyer des Knabenschulhauses sowie auf dem unteren Schulhausplatz statt, und zwar am Samstag, 7. September, ab 14.00 Uhr. Der offizielle Teil beginnt um 14.15 Uhr mit der Begrüssung durch Gemeinderätin Miriam Christen-Zarri, Vorsitzende der Energie- und Umweltkommission. Anschliessend werden Gemeindepräsidentin Luzia Gisler und Regierungsrat Roger Nager einige Worte an die Bevölkerung richten. Walter Kubik wird der Gemeinde Bürglen das Label des Trägervereins Energiestadt Schweiz überreichen. Attraktionen für Jugendliche und die Kleinen sind das «Harassenklettern» beziehungsweise die «Hüpfburg». In einer Ausstellung werden Aspekte der Energie-Effizienz präsentiert. Oberstufenschülerinnen und -schüler helfen in der Gastwirtschaft mit. Die Gemeinde offeriert zur Feier des Tages einen Apéro. Der Erlös aus der Gastwirtschaft kommt den Klassen der Oberstufe zugute.

Kommission Energie und Umwelt
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