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Geschichte

Wohl keine andere Urner Kirche wird derart vom Turm geprägt wie diejenige von Bürglen. Er erhebt sich majestätisch auf der Nordseite zwischen Schiff und Chor. Er stammt aus dem Mittelalter. Auffallend sind auf der Dorfseite die alten Fresken, die intarsienartig vom neuen Verputz umgeben sind: der heilige Christophorus, Patron der Reisenden und Beschützer vor einem jähen Tod. Darüber erkennen wir Wilhelm Tell mit seinem Sohn Walter auf der einen und einen Landsknecht auf der anderen Seite. Gekrönt wird das Bild mit dem stolzen Spruch «Gott und Fryheit». Über den Fensteröffnungen thront der kaiserliche Doppeladler als Symbol der Reichsfreiheit des alten Landes Uri.

Bürglen, am Eingang des Schächentals gelegen, wird erstmals 857 urkundlich erwähnt. König Ludwig der Deutsche schenkte die Kapelle in Bürglen samt allem, was dazu gehörte, dem Priester Berold als lebenslängliche Pfründe. Aus dieser Zeit stammt die noch heute bestehende Krypta. Das zweite Gotteshaus wurde im 13. Jahrhundert im romanischen Stil errichtet. Ein Zeuge dieser Epoche ist der Glockenturm. Im 15. Jahrhundert wurde im gotischen Stil die dritte Kirche erbaut. Davon erhalten geblieben ist die Sakristei.

Die heutige Kirche wurde 1682 – 84 gebaut. Die Pläne stammen von Pfarrer Johann Jacob Scolar, der auch die Klosterkirche in Seedorf entworfen hatte. Wer die Kirche betritt, wird von der lichtvollen Weite und der Pracht der Ausstattung überrascht. Die frühbarocken Stuckaturen stammen aus der Bauzeit.
Der Blick wendet sich unweigerlich zum Chor mit der Kuppel und dem mächtigen Hochaltar. Links und rechts sind die Kirchenheiligen Petrus und Paulus platziert. In der Mitte befindet sich die blaugrundierte Nische mit der Reliquie des heiligen Maximus. Sie ist meist hinder dem grossen Altarbild verborgen – einem Werk des Luzerner Künstlers Josef Balmer aus dem Jahr 1873. Die Seitenaltäre standen fürher in der Kapelle im Riedertal und kamen 1937/38 in die Pfarrkirche. Die Deckengemälde wurden um 1800 geschaffen. Eine Eigenart bildet die bei der letzten Renovation (1996) wieder entdeckte Chororgel von Victor Ferdinand Bossart aus dem Jahr 1756.
Der unmittelbar neben der Kirche gelegene Friedhof besitzt zwei kleine Kapellen, die 1693 von Johann Jacob Scolar erbaut wurden. Das Beinhaus birgt einen spätgotischen Flügelaltar, die Ölbergkapelle eine spätgotische Ölberggruppe.

Möchten Sie noch mehr über die Kirche erfahren? Lesen Sie auch den dazugehörenden Kurzführer (siehe Link unten) durch die Pfarrkirche oder besuchen Sie uns in Bürglen.

 

 

 

 

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