Portrait

Bürglen, die Heimat des Wilhelm Tell
Die Heimat Wilhelm Tells gilt als eine der ältesten Siedlungen in Uri und wird erstmals im Jahre 857 unter dem Namen „Burgilla“ urkundlich erwähnt. Bürglen zählt heute rund 4000 Einwohner. Obwohl es im wirtschaftlichen Einflussbereich des Industriezentrums Altdorf/Schattdorf steht, wo beinahe die Hälfte der erwerbstätigen Bevölkerung von Bürglen ihren Arbeitsplatz hat, konnte das Tellendorf sein ländliches Aussehen bewahren. Bürglen macht noch heute den Eindruck eines Bauerndorfes, denn mit seinen rund 160 Landwirtschaftsbetrieben ist es weiterhin die grösste Urner Bauerngemeinde.
Wichtiger Träger und Förderer des kulturellen Lebens in Bürglen sind die aktiven 42 Ortsvereine, die auch zur Erhaltung des Gemeinschaftssinns wesentlich beitragen. Sporthalle und Sportplatz laden alt und jung zu verschiedensten Freizeit-Aktivitäten ein. In der Tat werden sie nicht nur von den zahlreichen Sportvereinen, sondern von jedermann rege benützt. Für andere sportliche Aktivitäten wie Wandern, Klettern, Skifahren oder ähnliche stehen in einem einzigartigen Berggebiet rund um Bürglen zahlreiche Möglichkeiten offen.
Gemeindewappen
Im Gemeindewappen finden wir jene vier Wohn- und Wehrtürme aus dem 12. Jahrhundert, von denen der trutzige Meierturm noch in seiner ursprünglichen Form erhalten ist. Der zweite Turm beherbergt seit seiner Restaurierung im Jahre 1966 das vielbesuchte Tell-Museum. Die noch sichtbaren Überreste des dritten und vierten Turmes bilden die Grundmauern des Hotel Tell und des Pfarrhauses.
Kirchen und Gebäude
Gleichsam als Wächter überragt die 1683/84 erbaute Pfarrkirche St. Peter und Paul den Zugang zum Schächental. Vom Kirchturm, dessen Unterbau aus dem 12. Jahrhundert stammt, schauen der hl. Christophorus und Wilhelm Tell über das Dorf und leuchtet die Inschrift „Gott und Fryheit“. Der Doppeladler unter der Turmuhr erinnert an jene Zeit, als das reichsunmittelbare Fraumünster in Zürich sich darum bemühte, die von König Ludwig dem Deutschen verliehenen Rechte über Bürglen zu wahren.
Das Hotel Tell (hier war der Bayernkönig Ludwig II im Jahre 1865 zu Gast), das 1574 erbaute malerische Gasthaus Adler, es ist eine der ältesten Gaststätten in Uri, und das 1609 von Landammann und Ritter des hl. Grabes, Peter Gisler, erbaute herrschaftliche Bauernhaus in der Spielmatte verleihen dem anmutigen, unter Heimatschutz stehenden Dorfkern einen besonderen Reiz.
